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Max Weber and Anglophone Historiography

Richard Bourke, 17 December 2020

The distinguished ancient historian Moses Finley is reported to have planned at the end of his life to re-read the writings of Max Weber, half a century after he first encountered his corpus. This level of engagement is surely exceptional among anglophone historians. It is a notorious fact that, beginning with R. H. Tawney, historians in Britain and the United States have subjected Weber’s work to skewed interpretations or familiarised themselves with only a fraction of his output.

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Max Webers Werkzeuge der Gesellschaftsanalyse: Alltagsbeobachtungen

Edith Hanke, 17 December 2020

Anlässlich des 100. Todestages von Max Weber ist – auch von Weber-Experten – darauf hingewiesen worden, dass Max Webers Zeit nicht unsere Zeit ist. Die Frage ist: Leben wir noch in einer modernen Gesellschaft? Oder in einer postmodernen Gesellschaft? Oder in einer ganz anders zu bezeichnenden Gesellschaft, die mit Webers Grundkategorien und Analysemustern gar nichts mehr zu tun hat? Müssten wir folglich ganz neue Begriffe schmieden, um unsere Jetzt-Zeit besser zu verstehen und analytisch in den Griff zu bekommen?

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Gesinnungsethik und Verantwortungsethik: Warum das politische Personal immer wieder gern Max Weber zitiert

Dirk Kaesler, 17 December 2020

Welche Bedeutung haben Webers Überlegungen zu Führung und Verantwortung 100 Jahre nach seinem Tod? Lässt sich am Beispiel der protestantisch geprägten Kanzlerin Angela Merkel oder am Beispiel von ausgewählten Institutionen und ihrem Führungsteam zeigen, wie die Vorstellungen Webers in der Realität umgesetzt werden können? Gibt es gar eine Renaissance dieser Vorstellungen?

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Gewaltmonopol, Brexit, Bürokratie: Zur Aktualität Max Webers in der Politikwissenschaft

Andreas Anter, 24 November 2021

Max Weber hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass man 100 Jahre nach seinem Tod nach seiner „Aktualität“ fragen würde. Er hätte darüber womöglich gelacht, denn er war davon überzeugt, dass seine wissenschaftliche Arbeit nach ein paar Jahren überholt sein würde. Nicht weil es ihm an Selbstbewusstsein gemangelt hätte, sondern weil er aus prinzipiellen Gründen glaubte, dass Wissenschaft geradezu den Sinn habe, zu veralten und überholt zu werden.

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